Geschichte    

Ein alter Stich, der die erste Klosteranlage zeigt.

Die Krypta unterhalb der Basilika in Issoudun.
Hier ist P. Jules Chevalier begraben.

Bei Treffen der Herz-Jesu-Missionare zeigt sich die Internationalität unserer Gemeinschaft.

 

Die Familie wächst – Priester, Brüder, Schwestern, Laien

Seit den bescheidenen Anfängen wurde eine ganze Familie geboren: Priester, Brüder, Schwestern und engagierte Laien, alle inspiriert vom Charisma, der Spiritualität und der Sendung P. Chevaliers.
Mit der Hilfe von Mutter Marie Louise Hartzer hat Jules Chevalier auch die Töchter Unserer Lieben Frau vom Heiligsten Herzen Jesu (FDNSC) gegründet, die Schwesterngemeinschaft der MSC.
Später wurden, bedingt durch nationalistische Spannungen in den Kolonien, in denen die Missionare arbeiteten, die Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu in Deutschland von P. Hubert Linckens MSC gegründet, mit der Zustimmung von Jules Chevalier.
Seit Beginn hatte P. Chevalier in Betracht gezogen, dass die Mission nur vollständig erfüllt werden könne, wenn es ein Gemeinschaftsprojekt ist, das Laien an der Seite der Ordensleute und Diözesanpriester beteiligt. Heute entwickelt sich überall auf der Welt ein Netzwerk von Laien, die mit dem Charisma und der Mission verbunden und von P. Chevalier inspiriert sind.

Schnelle Ausbreitung der Mission

Die Jahre von 1879 bis 1886 waren schwierig wegen antireligiöser Verfolgungen in Frankreich. Die Ordensgemeinschaften in Frankreich wurden gezwungen, ins Exil in andere europäische Länder zu  gehen. Diese Jahre waren für die junge Gemeinschaft, die noch in der Entstehungsphase war, eine Gelegenheit zum wachsen, sich in Europa auszubreiten und die ersten Aussendungen in sogenannte Entwicklungsländer zu unternehmen.
Trotz der geringen Anzahl der Mitbrüder und der dürftigen Einkünfte akzeptierte P. Chevalier 1881 die Einladung des Papstes, die Verantwortung der Mission in Ozeanien zu übernehmen (Mikronesien und Makronesien). 25 Jahre nach dem bescheidenen Beginn waren die Herz-Jesu-Missionare bereits in vielen Ländern Europas und in Nordamerika verbreitet. Vor seinem Tod würde P. Chevalier seine Familie in Zentral- und Südamerika, Indonesien, Australien und auf den pazifischen Inseln wirken sehen.
Nach seinem Tod im Jahre 1907 wuchs die Gemeinschaft weiter. Heute ist die „Chevalierfamilie“ (Herz-Jesu-Missionare, Töchter Unserer Lieben Frau von Heiligsten Herzen Jesu und Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu) in 56 Ländern in Europa, Asien, Afrika, Ozeanien und Amerika tätig.

Ein besonderer Mensch

Jules Chevalier war überzeugt, dass der Jesus der Evangelien zutiefst mitfühlend, liebend und verständig war. Dieser Jesus mit einem offenen Herzen will Hoffnung und Heilung allen Menschen bringen, wo sie auch sind und woran sie auch leiden. Die Herz-Jesu-Missionare wollen nach dem Bild ihres Gründers zum Herz der Menschen gelangen, mit der gleichen Gottesliebe, die sie selber erfahren haben. In einer Sendung ohne Grenzen bemühen sich die MSC heute, das gleiche Gefühl, die gleiche Überzeugung zu teilen wie ihr Gründer: damit alle die Liebe Gottes erkennen und erfahren, die im Herzen Christi offenbart wurde.
 

Pater Jules Chevalier war tief betroffen von den Nöten der Menschen seiner Zeit. Rettung und Heil sah er in der mitleidenden Liebe des Vaters, die sich im Herzen Christi offenbart. Angerührt von dieser Liebe und vom Heiligen Geist geleitet, gründete er in der Kirche die Gemeinschaft der Missionare vom heiligsten Herzen Jesu.

Die Ordensprofess stellt uns in den Dienst Christi und seines Auftrags. Wie er sind wir zu den menschen geschickt, um ihnen die Botschaft von Gott, dem Vater, zu sagen, der sich der Armen und Leidenden annimmt und durch seine Liebe unserem leben Sinn und Gewicht gibt.

MSC-Konstitutionen Nr. 3 und Nr. 20

 

Basilika in Issoudun

Die Herz-Jesu-Basilika in Issoudun

       
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