Altarweihe in Rebdorf    

 

 

 

Wir danken Herrn Gregor M. Senge für den ausführlichen Bericht und auch für seine Fotos.

Festgottesdienst zum Abschluss der Kirchenrenovierung und Altarweihe in Rebdorf

Festliches Glockengeläute lud zum ersten Mal seit eineinhalb Jahren die Christen am Christkönigssonntag anlässlich der Altarweihe wieder zum Gottesdienst nach Rebdorf in die großartig renovierte Kirche St. Johannes der Täufer.

Eine Festfanfare der Rebdorfer Bläser begrüßte die zahlreichen Besucher und Fahnenabordnungen der Vereine. Pfarrer P. Michael Huber vom Orden der Herz-Jesu-Missionare hieß Bischof Gregor Maria Hanke OSB und die Gläubigen aus nah und fern willkommen, die weltlichen und geistlichen Gäste, unter ihnen der ehemalige Rebdorfer Pfarrer und derzeitige Provinzial P. Andreas Steiner, auch Pfarrer Sieghart Schneider von der evangelischen Kirchengemeinde sowie die Vertreter der Stadt, der Schulen und Ämter und nicht zuletzt alle, die zum Gelingen des Werkes beigetragen haben.

Darauf eröffnete der Bischof die Liturgie mit der Weihe des Wassers am neuen Taufbrunnen vorne im rechten Seitenschiff, und nach dem Tagesgebet segnete er den neuen Ambo, von dem aus die Lesungen vorgetragen werden.

In seiner Predigt griff er das akute Problem von Asylanten auf und erinnerte daran, dass zum Kriegsende Flüchtlinge aus Litauen in Rebdorf um Aufnahme gebeten haben. Asyl sei durchaus ein christliche Thema, denn nach zahlreichen Schriftstellen des Neuen Testaments ist es „Jesus Christus selbst, der auch bei uns heute um Aufnahme bittet“; doch allzu oft werde ihm eine Wohnung verweigert. Dann aber werde eine Kirche zum Museum degradiert und die Liturgie zur Folklore. Dagegen müsse die Restaurierung eines Gotteshauses zum sinnhaften Zeichen werden, dass Christus bei uns erwünscht sei, „wo man auf sein Wort hört, wo gebetet wird und wo ihm Christen im Sakrament begegnen“, denn er sei ein Gott für das gesamte Leben, nicht nur für akute Notfälle.

Der Bischof dankte allen an der Kirchenrenovierung Beteiligten, den Verantwortlichen in der Pfarrei, den Architekten und Künstlern, den Bauleuten und Handwerkern sowie den großzügigen Spendern, dass sie dieses Zeichen für Gottes Gegenwart gesetzt haben.

Nachdem Bildhauer Konrad Risch, der den gesamten Altarraum neu gestaltet hat, traditionsgemäß eine Reliquie der hl. Anna Schäffer sowie des hl. Abtes Deocar aus Herrieden in den Altar eingesetzt hatte, begann Bischof Gregor Maria mit der höchst symbolischen Weihe des Altares: Er salbte die Altarmensa mit Chrisam und entzündete anschließend auf ihr fünf Weihrauchlichter als Zeichen der fünf Wunden Christi, der in der Eucharistiefeier gegenwärtig sein wird. Nach einer Reinigung wurde der Altar mit dem Altartuch bedeckt; dann wurden die Altarleuchter entzündet und die Kelche für die Messfeier herbeigetragen. Rebdorfer und Wasserzeller Ministranten übernahmen die Assistenzaufgaben; und die Rebdorfer und Obereichstätter Kirchenchöre sangen, begleitet von den Bläsern, unter der Leitung von Heike Haberl die „Missa pro pace“ von Domkapellmeister Christian Heiß. Die Orgel spielte Musikpräfekt Rudolf Pscherer.

Zum Friedensgruß rief der Bischof die Vorschulkinder herbei, um ihnen ein persönliches gutes Wort zu sagen. Die letzte große symbolische Handlung war nach der Spendung der Hl. Kommunion die Weihe des neuen Tabernakels, in dem fortan das Allerheiligste aufbewahrt wird. In diesem Moment wurde auch das Ewige Licht als Zeichen der Gegenwart Christi im Altarsakrament entzündet. Wie zur Verstärkung des Geschehens begannen zum selben Zeitpunkt die Angelus-Glocken zu läuten.

Nach dem Tedeum und dem bischöflichen Segen gratulierte P. Steiner im Namen der Provinz der Herz-Jesu-Missionare der Pfarrei zur Restaurierung und dankte der Diözese und allen Beteiligten sowie den Spendern, vornehmlich auch seinem Mitbruder, Pfarrer P. Huber, für dessen „hohen Einsatz, mit dem er die Renovierung der Kirche durchgeführt hat“.

Baudirektor Richard Breitenhuber, der Leiter des Diözesanbauamts, blickte zurück auf die Sanierungsarbeiten an der Kirche, an ihren Fundamenten und Türmen, im Innenraum sowie an der Orgel und auf die Neugestaltung des Altarraumes im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils. Er erläuterte, wie „mit den Vertretern der Pfarrei, der Denkmalbehörde, den Verantwortlichen der Stadt und der Diözese um Entscheidungen gerungen wurde, die dieses ehrwürdige und überregional bedeutsame Bauwerk heute wieder in seinem ursprünglichen Glanz erscheinen lassen.“ Er wie auch Pfarrgemeinderatsvorsitzender Karlheinz Dietl dankten allen, die an diesem Jahrhundertwerk beteiligt gewesen sind, vornehmlich dem Bauleiter vor Ort, Architekt Clemens Bittl.

Im Anschluss trafen sich alle mit Bischof Gregor Maria im Kreuzgang. Dort boten fleißige Helfer der Pfarrei zahlreiche Speisen für eine Agape an. Der Festtag endete mit einer Vesper, musikalisch gestaltet von der Rebdorfer Männerschola und Domkapellmeister Christian Heiß an der Orgel.
 
       
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